12. August 2022

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Digitalisierung in Europa – Integrations- statt Innovationsproblem

In Debatten über die hiesige IT-Landschaft fällt - insbesondere im Vergleich zur US-amerikanischen Konkurrenz - häufig das Schlagwort Innovationsdefizit. Dieser Begriff greift zu kurz und lenkt vom eigentlichen Kern des Problems ab: Unternehmen in Europa leiden unter Schwierigkeiten, Digitalisierungsvorhaben ganzheitlich zu betrachten, Datensilos projektübergreifend aufzubrechen und interoperable Ökosysteme statt Insellösungen zu schaffen.

Leon Schubert

Founding Partner bei Okeano GmbH

Multichannel-Retailing als Wachstumstreiber in der Modebranche

Kunden wollen Mode heute jederzeit und überall kaufen – online, über Marktplätze, Social Media oder im Laden. Für Händler bedeutet das: Multichannel-Retailing ist Pflicht, um unterschiedliche Kaufgewohnheiten abzubilden. Doch damit steigt auch die operative Komplexität: Lagerbestände, Logistik und Retouren müssen kanalübergreifend koordiniert werden. Intelligentes Fulfillment verknüpft automatisierte Lagerprozesse mit Echtzeitdaten, steigert Verfügbarkeit, senkt Kosten und macht Multichannel-Strategien skalierbar und nachhaltig.

Isabel Rocher

Senior Vice President Global Growth Marketing bei AutoStore

KI im B2B-Vertrieb: Wo der Einsatz sich wirklich lohnt und wo er noch scheitert

KI im B2B-Vertrieb ist weder Allheilmittel noch Spielerei. Der größte Hebel liegt bei datenintensiven, repetitiven Aufgaben: Leadrecherche, Scoring, Routineautomatisierung und personalisierte Erstansprache. Wo Buying-Center-Dynamiken, strategische Verhandlungen oder tiefes Kontextverständnis gefragt sind, stößt KI an klare Grenzen. Der häufigste Fehler: Unternehmen automatisieren die falschen Prozesse. Entscheidend ist nicht die Technologie, sondern der richtige Einsatzort – KI als Zuarbeiter, nicht als Ersatz für menschliche Vertriebskompetenz.

Janik Deimann

Geschäftsführer bei LeadScraper.de

KI-Agenten sicher einsetzen: Leitlinien für den produktiven Betrieb

Die rasante Verbreitung von KI-Technologie in Unternehmen stellt Entscheider vor neue Herausforderungen. Sie suchen permanent nach der nächsten Innovation, die einen hohen ROI verspricht. Aktuell gehören KI-Agenten zweifelsohne zu den Neuerungen, die dafür das Potenzial haben. Doch wie bei jeder neuen Technologie gilt: Unternehmen müssen KI-Agenten auf verantwortungsbewusst einsetzen, um sowohl Geschwindigkeit als auch Sicherheit zu gewährleisten.

Joao Freitas

General Manager und Vice President of Engineering für KI und Automatisierung bei PagerDuty

Das Kontext-Problem von KI: Eine Frage der Architektur

Künstliche Intelligenz (KI) ist in den Unternehmen angekommen. Kaum eine Technologie wurde in so kurzer Zeit in solchem Umfang erprobt, pilotiert und kommuniziert. Die Investitionen steigen stetig. Doch im Enterprise-Umfeld zeigt sich auch Ernüchterung: Der erhoffte Produktivitäts- und Wertschöpfungseffekt lässt auf sich warten.

Michael Hunger

Head of Product Innovation & Developer Product Strategy bei Neo4j

Schönheit im digitalen Zeitalter: Wie Social Media unsere Körperwahrnehmung verändert

Schönheit im digitalen Zeitalter: Wie Social Media unsere Körperwahrnehmung verändert Perfekte Haut per Klick, makellose Proportionen durch Filter, idealisierte Körper auf jedem Bildschirm – Social Media formt unsere Vorstellung von Schönheit grundlegend um. Doch wie stark prägen Instagram, TikTok und Co. tatsächlich unser Selbstbild und unsere Entscheidungen für ästhetische Eingriffe?

Martin Kuerten

Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie bei Fort Malakoff Klinik

Echte Digitalisierung: Neustart im Handwerk nötig

Das deutsche Handwerk hält sich für digital, steckt jedoch oft in einer trügerischen Modernisierung fest. Seriengründer und CEO Daniel Fellhauer widerspricht der gängigen These vom Fachkräftemangel und sieht die wahren Ursachen in fehlender Spezialisierung, ineffizienten Prozessen und überholten Führungsstrukturen. Statt teurer Prestige-Software fordert er eine konsequente Prozessanalyse, klare Positionierung und echte Digitalisierung – beginnend im Arbeitsalltag, nicht im PDF.

Daniel Fellhauer

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Open Source-ITSM per Cloud für die Senatsverwaltung

Die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, kurz SenASGIVA, zahlt pro Jahr rund 2,5 Milliarden Euro an Sozialleistungen aus. Und damit alle internen Abläufe reibungslos funktionieren, arbeiten die Verfahrensbetreuer seit über zehn Jahren mit einer Open Source-ITSM-Software. 2025 folgte der Wechsel zur neuesten Version und in die Cloud eines deutschen Herstellers.

Torsten Thau

Mitgründer bei KIX Service Software

2026 ist Schluss mit Bauchgefühl im Büro: Warum Künstliche Intelligenz über Präsenz, Kosten und Vereinbarkeit entscheidet

Hybrides Arbeiten erreicht 2026 einen strukturellen Wendepunkt. Steigende Büro- und Energiekosten, veränderte gesellschaftliche Erwartungen an Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der zunehmende Einsatz datenbasierter Systeme zwingen Unternehmen dazu, Präsenz, Flächennutzung und Zusammenarbeit neu zu organisieren. Der Beitrag analysiert auf Basis arbeitswissenschaftlicher, ökonomischer und organisationssoziologischer Forschung, warum Büropräsenz nicht verschwindet, sondern planbarer wird, wie Künstliche Intelligenz Transparenz über Nutzung, Belastung und Kosten schafft und weshalb Vereinbarkeit erstmals systematisch steuerbar wird.

Franzisca

CEO bei LIZ Smart Office GmbH

Digitale Identitäten: Was die EUDI Wallet 2026 für Unternehmen verändert

Ab 2026 wird die EU Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) schrittweise zum verbindlichen Bestandteil des europäischen Digitalraums. Bürger und Unternehmen erhalten eine staatlich geprüfte digitale Identität, die europaweit anerkannt ist. Ziel der EU ist es, digitale Nachweise, Identifikation und Transaktionen rechtssicher, interoperabel und unter Wahrung der informationellen Selbstbestimmung zu ermöglichen. Dieser Beitrag ordnet die EUDI Wallet in den Kontext digitaler Souveränität ein, analysiert die Auswirkungen auf zentrale Branchen und gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen.

Ismet Koyun

CEO und Gründer bei KOBIL Gruppe

DORA 2026 und was das Gesetz für digitale Resilienz im Finanzsektor bedeutet

Mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA) will die EU die digitale Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors erhöhen. Spätestens ab 2026 müssen Organisationen nachweisen können, dass sie digitale Abhängigkeiten kennen, Risiken bewerten und Sicherheitsvorfälle beherrschen. Der Umgang mit digitalen Identitäten spielt dabei eine wichtige Rolle. Zugriffe auf Systeme, Daten und Prozesse sind in modernen IT-Umgebungen das entscheidende Kriterium für Sicherheit oder Unsicherheit.

Ismet Koyun

CEO und Gründer bei KOBIL Gruppe

Deutschland auf dem Weg zum europäischen Qualitätsführer im Partner- und Affiliate Marketing

Deutschland etabliert sich 2025 als europäischer Qualitätsführer im Partner- und Affiliate Marketing. Verbindliche Standards, regulatorische Klarheit und der gezielte Einsatz von KI machen den Markt transparenter, skalierbarer und zukunftsfähig – und positionieren Partner-Marketing als strategisches Fundament nachhaltiger Performance-Partnerschaften.

Tim Lomborg

Regional Managing Director bei Awin bei Awin

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