Machine-Learning & AI

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KI muss Prozesse verändern, nicht nur Aufgaben

KI ist längst Teil des Arbeitsalltags. Doch wann wird aus einzelnen Anwendungen Wertschöpfung? Welche Rolle spielen autonome KI-Agenten dabei und wie verändert sich dadurch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Technologie? Entscheidend wird es sein, KI nicht nur für einzelne Aufgaben zu nutzen, sondern ganze Prozesse neu zu denken.

Robert Rosellen

VP Sales and Country Manager Germany bei ServiceNow

Was die Hirnforschung zu KI wirklich sagt

In der öffentlichen Debatte über künstliche Intelligenz hat sich eine feste Erzählung etabliert. Sprachmodelle schwächten das Gehirn, es verkümmere, schrumpfe, atrophiere unter ihrem Einfluss. Nahezu jede Variante dieser Erzählung beruft sich auf dieselbe Studie und auf dieselbe Zahl. Der vorliegende Beitrag prüft beide an der Primärquelle.

Dr. Cam-Duc Au

Freiberuflicher Dozent bei FOM Hochschule für Okonomie & Management gGmbH

KI spart Zeit – aber was machen Unternehmen damit?

Künstliche Intelligenz kann Prozesse beschleunigen und wertvolle Kapazitäten freisetzen. Doch Zeitersparnis allein schafft keinen Wettbewerbsvorteil. Entscheidend ist, wie Unternehmen die gewonnenen Ressourcen einsetzen. Statt lediglich mehr Aufgaben in kürzerer Zeit zu erledigen, sollten sie Freiräume gezielt für Innovation, strategische Projekte und Kundennutzen nutzen. Führungskräfte sind dabei gefordert, klare Prioritäten zu setzen und Effizienzgewinne konsequent mit Geschäftszielen zu verknüpfen.

Simon Hayward

General Manager und VP Sales International bei Freshworks

Anpassung statt Apokalypse

Michael Lippert vom MarTech POSITIVE (ehemals Sarbacane) ist sich sicher, dass die viel zitierte „SaaS-Apokalypse" durch KI unwahrscheinlich ist, denn Unternehmen bezahlen nie nur für Code, sondern für zuverlässige, sichere und regulatorisch konforme Lösungen und jahrelange Erfahrung. Statt einer Verdrängung erleben wir seiner Ansicht nach zunehmend eine Verschiebung der Wertschöpfung: Kunden erwarten künftig Software, die aktiv Aufgaben übernimmt und Prozesse automatisiert, statt nur Daten zu verwalten. Gefährdet sind vor allem spezialisierte Einzellösungen, während tief in Geschäftsprozesse integrierte Plattformen widerstandsfähig bleiben. Zugleich senkt KI die Hürden für Prototypen und Wettbewerb erheblich – wovon aber nicht automatisch die etablierten Anbieter profitieren. Das wahrscheinlichste Szenario ist aber keine Revolution, sondern eine Phase der Evolution.

Michael Lippert

Business Development / Marketing bei POSITIVE GROUP

Für Routinearbeiten gibt es jetzt die KI

Industrieunternehmen besitzen mit dem Zugriff auf agentenbasierte KI völlig neue Möglichkeiten, Prozesse effizienter zu gestalten und Mitarbeitende gezielt zu entlasten. Digitale Mitarbeitende übernehmen dabei zunehmend zeitaufwendige Standardaufgaben und schaffen Freiräume für Tätigkeiten mit höherem Mehrwert. Die Grundlage dafür ist vor allem eine ganz besondere Fähigkeit dieser neuen KI-Generation.

Soeren Michl

Der Autor Sören Michl ist Vice President AI Adoption bei IFS (Quelle: IFS). bei IFS

„Sovereignty-by-Design“ statt Nachrüstung

Der Digital Omnibus hat einige der strengsten Fristen des EU AI Acts nach hinten verschoben. Ein Grund zum Aufatmen ist das jedoch nicht, sondern ein Weckruf. Denn Governance ist kein Häkchen auf einer Checkliste, sondern eine institutionelle Kompetenz. Und Souveränität entscheidet sich nicht im Gesetzestext, sondern in der Architektur der Systeme, die europäische Unternehmen heute bauen.

Ivana Bartoletti

Global Chief Privacy and AI Governance Officer bei Wipro Limited

Edge-KI zur Erkennung von DC-Lichtbogenfehlern

Dank Edge-KI erfährt die Detektierung von Gleichstrom-Lichtbogenfehlern derzeit einen Wandel, der dazu führt, dass gefährliche Fehler direkt vor Ort schneller erkannt werden können, bevor sie kostspielige Ausfälle verursachen.

Adithya Thonse

Systemingenieur bei Texas Instruments

Affiliate Marketing als strategischer Wachstumstreiber

Affiliate Marketing entwickelt sich vom reinen Performance-Kanal zum strategischen Wachstumstreiber entlang der gesamten Customer Journey. Content-, Influencer- und Technologiepartnerschaften gewinnen an Bedeutung, während KI Such-, Kauf- und Entscheidungsprozesse grundlegend verändert. Die steigende Komplexität eröffnet neue Chancen für datengetriebene und integrierte Strategien. Erfolgreiche Unternehmen verzahnen Affiliate künftig mit Content, Commerce, SEO und KI, um Sichtbarkeit, Conversion-Qualität und nachhaltiges Wachstum zu steigern.

Tim Lomborg

Regional Managing Director DACH & Nordics bei Awin

Vom KI-Experiment zum Regelbetrieb – 2026 entscheidet

2026 wird für viele Unternehmen zum Jahr des KI-Regelbetriebs. Nach einer Phase zahlreicher Pilotprojekte entscheiden nun Qualität, Governance, klare Operating Models und Security darüber, ob KI produktiv skaliert. Der Beitrag zeigt, warum Unternehmen KI stärker strategisch steuern müssen, welche Rolle Agentic AI, technologische Souveränität sowie Identity- und Security-Konzepte spielen – und warum isolierte Experimente nicht mehr ausreichen.

Martin Wunderwald

Consultant Analytics & AI bei Deutsche Telekom MMS

Wenn die KI mithört

Warum das Verkaufsgespräch zur wichtigsten Datenquelle des Handels wird Jeden Tag finden im stationären Handel tausende Verkaufsgespräche statt. Kunden schildern ihre Bedürfnisse, äußern Zweifel, vergleichen Alternativen oder entscheiden sich bewusst gegen einen Kauf. Genau in diesen Gesprächen entsteht ein Wissen, das für Unternehmen enorm wertvoll ist und bislang doch meist ungenutzt bleibt. Denn obwohl Händler heute mehr Daten erfassen als je zuvor, endet die Transparenz häufig genau dort, wo die Customer Journey am persönlichsten wird: im Beratungsgespräch. Was Kunden wirklich bewegt, welche Einwände sie haben oder warum ein Gespräch zum Abschluss führt, blieb lange eine Blackbox.

Maarten Goossens

Partner und Digital Transformation Experte bei rpc – The Retail Performance Company

Neuer Compliance-Standard: Warum KI-Assistenz nicht ausreicht

Neuer Compliance-Standard: Warum KI-Assistenz nicht ausreicht     Künstliche Intelligenz ist ohne Zweifel in deutschen Unternehmen angekommen. Laut einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt-

Greg Chapman

EVP und General Manager AvaTax bei Avalara

Wer lernt noch, der Maschine zu widersprechen?

Vierzig Prozent der deutschen Unternehmen wollen Einsteigertätigkeiten binnen drei Jahren an KI übergeben, erwarten zugleich aber konstante Einstiegszahlen. Der Beitrag zeigt: Nicht die Stelle verschwindet, sondern der Weg, auf dem berufliches Urteilsvermögen entstand. Befunde aus Arbeitsmarkt- und Lernforschung treffen auf eine KI-Verordnung, die den urteilsfähigen Aufseher voraussetzt, deren Kompetenzpflicht jedoch soeben abgeschwächt wurde.

Dr. Cam-Duc Au

Freiberuflicher Dozent bei FOM Hochschule für Okonomie & Management gGmbH

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