Münchner Sicherheitskonferenz 2018

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Am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) fand ein „Town Hall Meeting“ mit dem Titel „The Force Awakens: Artificial Intelligence and Modern Conflict“ im Hotel Bayerischer Hof statt, bei welchem die Redaktion des DIGITALE WELT Magazins live dabei war.

Roboter als Rednerin

Effektheischend wurde das „Town Hall Meeting“ von einem weiblichen Roboter namens Sofia eröffnet. Sie sprach darüber, dass Roboter eines Tages vielleicht die Menschen dazu erziehen werden, friedlicher miteinander zu leben. Außerdem sprach sie mit dem (menschlichen) Moderator – David E. Sanger von der New York Times – zur Einführung über Menschenrechte, bevor die echte (menschliche) Diskussion über autonome Waffen auf Kriegsschauplätzen begann.

Debatte über „Killer Robots“

Speaker waren Generalleutnant und Kommandeur der Landstreitkräfte der NATO Darryl A. Williams, die Präsidentin von Estland Kersti Kaljulaid, der ehemaliger NATO Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sowie eine Vertreterin von Human Rights Watch und Koordinatorin der Kampagne „Campaign to Stop Killer Robots“ Mary Wareham. Alle Redner hatten höchst unterschiedliche Ansichten auf den militärischen Einsatz von autonomen Waffen und „Killer Robots“ in Kriegsgebieten. Die brennende Frage war, ob vollautonome Waffen, die eigene – und auch moralische – Entscheidungen treffen, im Krieg eingesetzt werden dürfen oder ob die Letztentscheidung über Angriffe doch immer beim Menschen verbleiben sollte.

 

Themen auf der MSC 2018

Abgesehen von der Diskussion über autonome Waffen und der Bedrohung durch Cyber-Kriminalität wird auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2018 vor allem die Handlungsfähigkeit der EU besprochen sowie ihrer Beziehungen zu den USA und Russland. Ferner stehen die unterschiedlichen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten und Abrüstungsfragen – hierbei speziell das nordkoreanische Nuklearprogramm – auf der Tagesordnung.

Hochkarätige Gäste

Gegründet wurde die Münchner Sicherheitskonferenz ursprünglich 1963 als „Internationale Wehrkunde-Begegnung“. Mit ihr sollte ein unabhängiges Forum entstehen, welches sich sicherheitspolitischer Themen mit einem Fokus auf friedlicher Konfliktlösung widmet. So hat sich die MSC in den letzten 50 Jahren auch tatsächlich zu einem wichtigen Treffen der internationalen „strategic community“ entwickelt, die einmal im Jahr stattfindet. Hierzu kommen jeden Februar über 450 hochrangige Entscheidungsträger aus aller Welt zusammen, darunter auch Staats- und Regierungschefs, Minister und führende Persönlichkeiten aus internationalen NGOs. Dazu zählen 2018 beispielsweise der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, der Emir von Katar Scheich Tamim bin Hamad Al Thani sowie die Premierministerin des Vereinigten Königreichs Theresa May. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım werden ebenfalls in München erwartet. Ebenfalls zu den Gästen zählen unter anderem auch der UN-Generalsekretär António Guterres, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sowie der U.S.-amerikanische Verteidigungsminister General James Mattis. Ebenfalls anwesend ist die Direktorin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde sowie viele deutsche Politiker wie Sigmar Gabriel, Ursula von der Leyen und Thomas de Maizière.

Von Florentina Hofbauer

 

 

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