Künstliche Intelligenz verändert die Medizin

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Künstliche Intelligenz verändert die Medizin: Ein Ärzteteam bei der Operation
Chirurgen werden bald durch intelligente Roboter bei der Arbeit unterstützt.

Etwa die Hälfte der Krankenhäuser wird in den nächsten fünf Jahren gezielt künstliche Intelligenz (KI) zur Patientenversorgung einsetzen, prognostizieren die Healthcare IT News. Die Bereiche Gesundheit der Bevölkerung, klinische Entscheidungshilfe, Diagnose von Patienten und Präzisionstechnik gelten dabei als vielversprechendste Einsatzgebiete.

Ein großer Vorteil künstlicher Intelligenz in der Medizin ist die Möglichkeit Abläufe zu beschleunigen – sowohl für Ärzte, als auch die Patienten selbst. Das Abklären der jeweiligen Krankheitssymptome, um eine entsprechende Diagnose zu finden, ist insbesondere bei häufigen, unkritischen Krankheiten problemlos durch einen KI-Assistenten möglich. Dies verringert lange Wartezeiten in Krankenhäusern. Auch eine Eigendiagnose durch den Patienten ist somit möglich. Man folgt in der Regel einem Fragenkatalog in einer App auf dem Handy und erhält zuletzt eine Diagnose. In manchen Fällen, etwa bei Spannungskopfschmerzen, ist es so gar nicht mehr nötig, einen Arzt aufzusuchen.

Seltene Krankheiten können ebenfalls durch Deep Learning ermittelt werden, so etwa durch die Gesichtserkennung der App Face2Gene, die Ärzte bei der Diagnosefindung unterstützt. Die App vermisst das Gesicht von Kindern und vergleicht die Messwerte mit denen einer umfassenden Datenbank zu spezifischen genetischen Dispositionen. Die seltenen Genkrankheiten treten meist vereinzelt in der Bevölkerung auf und lassen sich an Kopfform oder Stellung der Augen erkennen, in der Masse der gewonnenen Daten ist eine Zuordnung vereinfacht.

Big Data und Roboter in der Medizin

Möglich ist diese Diagnosefindung durch Big Data. Die verwertbaren Datenmengen sind dabei so groß, dass sie die Kapazität des menschlichen Gehirns bei weitem übersteigen. Ärzte werden deshalb in Zukunft zunehmend auf die Unterstützung durch künstliche Intelligenz angewiesen sein und die gewonnenen Informationen in eine geeignete Behandlung umsetzen müssen. Die Ausbildung medizinischen Personals wird sich demnach in den nächsten Jahren stark verändern – hin zur Analyse und dem gewinnbringenden Einsatz von medizinischen Daten.

Roboter wie das da Vinci Surgical System können schon heute präzise und minimalinvasiv die Bewegungen eines Chirurgen im Körper eines Patienten umsetzen. Intelligente Roboter werden jedoch in Zukunft nicht mehr nur als ausgefeilte Werkzeuge dienen, sondern sich ihrer Handlungen bewusst sein und über die Cloud auf Wissen zu vorangegangenen Operationen zugreifen können. Maschinen werden demnach Menschen in der Medizin nicht ersetzen, sondern gezielt unterstützen, um zu bestmöglichen Ergebnissen zu gelangen.

LR

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