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Elektrogeräte im Internet mieten ist beliebt. Foto: mediamarkt

Nach Spotify, Netflix und Carsharing kann man nun auch Elektrogeräte mieten. Das Angebot ist groß; vom Virtual Reality Equipment über Drohnen bis hin zum Kaffeevollautomaten. Doch zahlt sich der neue Service für den Kunden wirklich aus?

Neues Geschäftsmodell

AirBnB ist im Elektrohandel angekommen: Otto-Versand, Obi, die Media-Saturn-Gruppe sowie einige andere Einzelhändler testen aktuell ein neues Geschäftsmodell. Hierbei können die neuesten Elektronikprodukte angemietet statt gekauft werden. Auch wenn mieten per se viel älter ist als das Internet, scheint es gerade hier eine Marktlücke zu füllen. „Miet mich!“ nennt sich beispielsweise das Verleihsystem bei Mediamarkt, der für den neuen Service mit einem Berliner Start-Up namens Grover zusammenarbeitet. „Otto Now“ heißt ein ähnliches Mietangebot der Otto-Gruppe. Auch wenn Sortiment und Mindestmietdauer variieren, bleibt das System gleich: Es erlaubt, die neuesten Tech-Trends oder Haushaltsgeräte scheinbar günstig auszuprobieren.

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Gadgets mieten – ein neues Geschäftsmodell.
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Early Adopter profitieren

Für Early Adopter, also Konsumenten, die die neuesten technischen Devices nutzen möchten, ist der Verleihservice sinnvoll. Für Menschen, die jedoch weniger an technischen Neuheiten interessiert sind, zahlt sich das Mietangebot vor allem dann aus, wenn man ein ganz bestimmtes Gerät für einen bestimmten Zeitraum braucht. Beispielsweise eine Kaffeemaschine für eine Familienfeier, eine Waschmaschine für eine kurzlebige Studenten-WG oder ein neues Kameraobjektiv für die Theateraufführung der Kinder. Auch zur Überbrückung ist der Verleihdienst dienlich. Wenn beispielsweise der Kühlschrank unerwartet ausfällt und es entweder an Zeit oder Geld mangelt, sich schnell um ein gutes, neues Gerät zu bemühen.

Miete zu hoch?

Jeder, der ein spezielles Technikgadget regelmäßig im Alltag benützt, ist besser beraten, es auf klassischem Wege zu erwerben. So verrechnen Anbieter für die Mieten vieler Produkte oft etwa zehn Prozent des Kaufpreises pro Monat. Verbraucherschützer mahnen daher zur Vorsicht, denn für den Dauergebrauch sind die Geräte zu teuer. Auch verhindert die limitierte Auswahl, dass sich der Kunde an Testergebnissen orientiert, um dann individuell das passendste Produkt für sich zu wählen.

Private Alternative

Wird aber ein spezielles Gerät dringend gebraucht, stellt das Internetportal „Leihdirwas“ eine gute Alternative dar. Hier bieten Menschen in der näheren Umgebung privat ihre Geräte zum Ausleihen an. Auch wenn hier nicht mit der neuesten Technik zu rechnen ist, finden sich oft günstige Angebote, denn Leihdauer und Leihgebühr werden von den privaten Anbietern festgelegt. So kann jeder dieses neue Geschäftsmodell auch dazu nützen, um als Verleiher selbst etwas dazu zu verdienen.

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