IT-Trends und neue Herausforderungen: Cloud, Back-up und intelligentes Datenmanagement im Jahr 2021 

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 / 21. January. 2021

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Die Covid-19 Pandemie hat die IT-Trends und Vorhersagen für das vergangene Jahr über den Haufen geworfen – die meisten Unternehmen waren wohl damit beschäftigt, ihren Mitarbeitern spontan die Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen; die digitale Transformation, Cloud-Anwendungen sowie Datensicherheit/Cyberattacken waren somit gezwungenermaßen Top-Prioritäten in der IT und werden es mit Sicherheit auch im kommenden Jahr bleiben. Das werden die Fokusthemen im Jahr 2021.

1. BaaS sind das New Normal der Cloud-Strategien

Selbst wenn die Pandemie abklingen sollte, werden viele Arbeitnehmer weiterhin aus dem Home-Office arbeiten müssen. Damit geht eine stärker verteilte Datendichte in der Infrastruktur der Unternehmen einher. Anwendungen sollen in die öffentliche Cloud verlagert werden, aber die Menge der Daten in der bestehenden Infrastruktur vor Ort erschweren und behindern Initiativen zur digitalen Transformation. Wir erwarten, dass im Jahr 2021 ein Anstieg der Unternehmensinvestitionen in Technologien und Dienste zu verzeichnen sein wird, um die Herausforderung der Datendichte zu begegnen. Das Wachstum neuer drahtgebundener 10G-Technologien und drahtloser 5G-Technologien wird vorangetrieben, mit denen Unternehmen sicherstellen können, dass die Verbindung zwischen ihren Edge-Daten und Clouds reaktionsschnell, zuverlässig und sicher ist. Darüber hinaus wird über Backup as a Service (BaaS) ein Großteil der Daten vor Ort und auf den Laptops der Mitarbeiter in die Cloud zu verlagert und gleichzeitig die verteilten Daten, die am Netzwerkrand verbleiben, gesichert.

2. Neuausrichtung von Cloud-Strategien

Aufgrund der spontanen und teilweise durch COVID19 erzwungenen Umstellung auf Cloud-Technologien verzeichnen viele Unternehmen hohe und durchaus unerwartete Kosten für das Hosting der Anwendungen. In den vergangenen Jahren konnten wir bei diesen hohen Kosten einen Bumerang-Effekt beobachten, bei dem Unternehmen ihre Anwendungen und Arbeitslasten schnell wieder auf die lokale Infrastruktur verlagerten, nachdem ihr unmittelbarer Bedarf an Cloud-Anwendungen gedeckt war. Flexibilität, Skalierbarkeit, Transparenz und viele andere Vorteile der Cloud sind schwer zu realisieren, wenn Unternehmen nicht bereits über eine langfristige Cloud-zentrierte Strategie verfügen. Wir erwarten daher, dass sie die Neuordnung der Anwendungen und Arbeitslasten in Cloud-native Formate zu einer der obersten Prioritäten bei der digitalen Transformation im Jahr 2021 machen und gegebenenfalls Cloud-Strategien neu definieren.

3. Deepfake-Technologien erhöhen den Bedarf nach Datenintegritätstests und -überprüfung

Durch KI-Technologien gefälschte, aber täuschend realistische Bilder und Videos bergen erhebliche Risiken für Unternehmen. Diese Technologien machen es schwieriger denn je, sicherzustellen, dass Bilder, Videos und andere Datenströme nicht heimlich via KI manipuliert wurden. Für Unternehmen, die wichtige Entscheidungen auf der Grundlage dieser Daten treffen, steigt das Risiko für Fehlentscheidungen. Um dieses Risiko zu verringern, sollten Unternehmen in 2021 Datenintegritäts- und Verifizierungslösungen erstellen, die es ihnen ermöglichen, durch Deepfake gefälschte Daten zu erkennen.

4. Sicherheit in der Cloud

Cyberkriminelle haben schnell Ransomware-Methoden entwickelt, um Unternehmen, die unvorbereitet zu Cloud-Anwendungen gewechselt sind, zu erpressen. Daher können wir erwarten, dass in den kommenden Monaten einige Unternehmen Ransomware-Attacken, Datenlacks, oder hohe Geldstrafen wegen laxer Einhaltung des Datenschutzes erleiden werden. Dies liegt nicht daran, dass die Cloud von Natur aus unsicher oder schwer zu verwalten ist. Aber die Prioritäten werden in 2021 verstärkt auf Sicherheit, Datenanalyse sowie Back und Recovery liegen.

5. Dark Data werden aktiv genutzt

Seit Jahren horten Unternehmen riesige Mengen an Dark Data: Daten, die für Aufbewahrungs- oder Compliance-Zwecke archiviert werden müssen und ansonsten ungenutzt sind. Da sich Unternehmen weiter von ihrer Konkurrenz differenzieren müssen, werden 2021 immer mehr Unternehmen versuchen, diese Dark Data zu beleuchten, um Erkenntnisse zu gewinnen, die die Geschäftsergebnisse verbessern können. Das reicht von der Frage, wie sie ihre Betriebskosten durch die Optimierung der Speicherung dieser Daten senken können, bis hin zur Entwicklung überzeugender digitaler Dienste für Kunden, die ihnen einen Wettbewerbsvorteil bieten.

6. 2021 wird das Jahr der SaaS-Anwendungen

Digitale Services werden zunehmend als wesentlich für den Erfolg eines Unternehmens betrachtet. Dabei wird die Verwaltung der IT-Infrastruktur und Anwendungen auf externe Dienstleister ausgelagert, wenn es nicht zu der Kernkompetenz oder Optimierung der Unternehmen gehört. Eine SaaS-Lösung für Personalwesen, Unternehmensressourcenplanung oder andere Geschäftsanwendungen werden in den meisten Unternehmen vorhanden sein – unabhängig davon, ob globales Finanzunternehmen, Mittelständler oder Kleinunternehmen. SaaS-Lösungen und Datenmanagement, die allgemeine Geschäftsanforderungen erfüllen und es den Kunden der Lösung ermöglichen, sich auf die digitalen Dienste zu konzentrieren, die für ihr Geschäft von zentraler Bedeutung sind, werden rapide ansteigen.

7. Native Cloud-Anwendungen kurbeln das Wachstum des Containermarktes an

Container-Anwendungen bieten ein hohes Maß an Agilität. Insbesondere die Tatsache, dass Container genutzt werden können, um Anwendungen Cloud-nativ zu machen, wird das Wachstum des Containermarktes vorantreiben. Durch die Verwendung von Containern können Unternehmen die Skalierbarkeit und Leistung dieser Anwendungen in der Cloud verbessern und diese Anwendungen auch leichter zwischen verschiedenen Clouds verschieben – und so ihre digitale Transformation beschleunigen.

Neben allen Technologie-Trends und Prioritäten steht eines fest: „Working from Home – virtuelles Arbeiten“ wird uns auch im neuen Jahr begleiten und wohl zur neuen Regel werden. Damit wird es umso wichtiger, die richtigen Tools aber auch Netzwerkkapazitäten bei gleichbleibender Qualität und Sicherheit bereitzustellen. Das ist anspruchsvoll genug, da es ja auch gleichzeitig gilt, die Kompatibilität von interner und externer Kommunikation sicherzustellen. Dabei geht im Moment leider sehr oft der Faktor Mensch verloren. Wie stellen wir heute sicher, Gesprächspartner auch virtuell abzuholen oder Team-Arbeit zu fördern, wenn das Büro als Ort der Begegnung und Zusammenarbeit wegfällt.

Ich persönlich glaube, dass uns hierbei mehr kollektive Intelligenz, Authentizität und Teamgeist helfen kann, als jede noch so gute Technologie. Auch virtuelle Meetings haben ihre Tücken: Eine kürzlich vorgestellte Microsoft-Studie zeigt klare Schwachpunkte bei Videomeetings: fehlende persönliche Nähe, Körpersprache und Mimik, die nur noch schwierig zu lesen sind, sowie reduzierte visuelle und akustische Signale. Um all dies auszugleichen, müssen Mitarbeiter noch konzentrierter sein als dies in persönlichen Treffen der Fall ist und ermüden so schneller. Das unterstreicht auch die Studie: Nach 30 bis 40 Minuten setzen bereits Ermüdungserscheinungen ein, das Stresslevel bleibt ungefähr zwei Stunden lang deutlich erhöht – ein weiteres Argument dafür, hochwertige Technik einzusetzen, die Teilnehmern ein virtuelles Meeting so angenehm und stressfrei wie möglich macht.

 

Über den Autor / die Autorin:


Elke Steinegger positioniert Commvault als führenden Anbieter und Partner für Datenmanagement für Kunden und Partner auf dem deutschen Markt. Zudem verantwortet sie die Förderung von Wachstum und Marktanteil durch den Aufbau eines effizienten und leistungsstarken Vertriebsteams.