Wird KI vom Menschen akzeptiert? Drei Fragen an Andrea Martin, Leader bei IBM

Andrea Martin ist Distinguished Engineer bei IBM und leitet das Watson IoT Center in München. Ihrer Verantwortung obliegt es, einerseits die inhaltliche Ausgestaltung, andererseits die Marktrelevanz des Centers sicherzustellen.

Frau Martin, was macht die Wichtigkeit von „Human Centred AI“ aus?

Das Thema „Human Centred AI“ ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Diskussionsthema, denn die Menschen müssen KI-Lösungen akzeptieren – ansonsten werden wir ihren Nutzen nicht realisieren können. Wir beschäftigen uns als Firma intensiv mit dem Aspekt der „Human-Friendly“-Digitalisierung, mit KI und mit Transparenz in KI-Lösungen. Auch in meiner Arbeit als Sachverständige in der KI Enquete Kommission des Deutschen Bundestages begegnet mir das Thema immer wieder, und ich freue mich, auch auf der politischen Bühne mitgestalten zu können.

Was ist Ihre Vision eines „digitalen“ Alltags?

Als Individuum: selbstverantwortlich digitale Anwendungen zu nutzen, um schneller für mich relevante Informationen zu bekommen, bessere Entscheidungen treffen und nachhaltiger handeln zu können – zum Beispiel im Gesundheits- und Mobilitätsbereich.
Als Unternehmen: optimalen Nutzen aus den verfügbaren Daten zu ziehen, um wiederum bessere Entscheidungen zu treffen, neue Erkenntnisse zu gewinnen, um optimiert mit Kunden und Mitarbeitern zu interagieren – und dadurch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, nachhaltiger zu wirtschaften und Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten.

Welchen Nutzen sehen Sie in der DIGICON?

Die DIGICON ist eine hervorragende Gelegenheit für uns und für alle Beteiligten, mit vielen derzeitigen und zukünftigen Kunden ins Gespräch zu kommen, indem wir unsere Lösungen, unsere Branchen-Expertise und unsere Verantwortung gegenüber der Wirtschaft und der Gesellschaft darstellen. Generell ist die DIGICON eine sehr gute Plattform für jede Form von Austausch, Wissenserwerb und dafür, um neue Ideen zu generieren.

Das Interview führte Hannes Mittermaier