Das zehnjährige Jubiläum der it-sa 2018 in Nürnberg

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Sicherheitsfragen in der IT-Branche sind derzeit wichtiger denn je. Die Anforderungen und Notwendigkeit an Sicherheitssystemen und Datenschutz steigt stetig an. Zu eben solchen Fragen und Themen kamen Experten in Nürnberg auf der größten deutschen Security-Messe it-sa 2018 zusammen.

Nachdem sich die it-sa von der Messe Systems München 2009 getrennt hat, ging es für die Veranstalter nach Nürnberg. Seitdem findet die Messe jährlich statt und kann sich über wachsende Resonanz und Besucherzahlen freuen. Vom 09. bis zum 11. Oktober dieses Jahres präsentierte sich die it-sa zu ihrem zehnjährigen Jubiläum mit rund 700 Ausstellern aus 27 Ländern internationaler denn je. Mit ca. 14.000 Besuchern aus der Branche hat der Veranstalter in diesem Jahr sogar einen neuen Rekord aufgestellt.

Trotz Zuwendung an internationale Besucher und Aussteller blieb sich der Veranstalter thematisch treu: es drehte sich weiterhin alles um die Sicherheit in der IT-Branche. Die Messe sollte als Plattform für Security-Lösungen und den Austausch zwischen Experten dienen. Dies scheint dem Veranstalter auch gelungen zu sein. Insgesamt fanden 350 Forenbeiträge auf fünf verschiedenen Vortragsbühnen statt. Hier wurde über Managementaspekte und technische Themen im Bereich der IT-Sicherheit diskutiert. Außerdem fanden in diesem Rahmen Live-Hacking-Demonstrationen statt, die den Besuchern vermitteln sollten, wie leicht es Hacker beim Angriff auf mobile Arbeitsgeräte oder IoT-Systeme haben.

Die Highlights der it-sa 2018

Auf dem gesamten Messegelände konnten sich Unternehmen zu den verschiedensten Security-Themen vorstellen und präsentieren:

Zum einen gab es verschiedene Produkte und Lösungen für IT-Sicherheit zu finden. Hier lagen die Schwerpunkte von Seiten der Aussteller auf den Themen IoT-Security und Datenschutz im Rahmen der DSGVO. Im Kontext der DSGVO legten Hersteller beispielsweise Absicherungsmethoden nahe, wie man Unternehmensnetzwerke und –daten rechtskonform behandeln kann. Aus dem Bereich der IoT-Security waren hingegen Unternehmen vertreten, die sich z.B. auf Ransomware-Angriffe auf IoT-Umgebungen spezialisiert haben. Neben den Ausstellern, die sich auf die beiden Top-Themen konzentriert haben, waren aber auch solche anwesend, die sich z.B. auf Lösungen im Bereich der Authentifizierung spezialisiert haben bis hin zu solchen, die beispielsweise Cyber-Security-Schulungen im Bereich der digitalen Forensik anbieten.

Zum anderen waren auch Vertreter der physischen IT-Sicherheit präsent, welche z.B. Produkte für den Abhör- und Einsichtsschutz oder Diebstahlsschutz von IT-Systemen aufzeigten. Beispielsweise präsentierte ein Unternehmen sich und seine Produkte, die die freie Sicht von unbefugten Personen auf Bildschirme mithilfe eines Blickschutzfilters vermeiden soll.

Neben den zahlreichen Präsentationen fand zum ersten Mal die Verleihung des Deutschen IT-Sicherheitspreises der Horst Götz Stiftung auf der it-sa statt. Der Gewinner, das Start-up-Unternehmen Physec aus Bochum, konnte sich über 200.000 Euro Preisgeld freuen. Ihr Konzept „Enclosure-PUF“, welches die physische Unversehrtheit eines komplexen Systems auch ohne dauerhafte Stromversorgung garantieren soll, überzeugte die Expertenjury.

Ein weiteres Start-up-Unternehmen konnte sich hingegen über den Award des Start-ups-Wettbewerbs UP@it-sa freuen: die Firma IT-Seal aus Darmstadt. Das junge Unterhemen konnte mit ihrem Konzept die anwesenden Investoren, Unternehmer, Journalisten und IT-Sicherheitsexperten überzeugen. Ihr Projekt unterstützt die Phishing-Prävention und soll für mehr IT-Security-Awareness sorgen.

Eine zusätzliche Besonderheit der diesjährigen it-sa war die Anwesenheit diverser Repräsentanten aus der Politik. Damit sollte der notwendige Dialog zwischen der Politik und der Wirtschaft beim Thema Cybersecurity unterstrichen werden. Aus diesem Grund fanden auf dem Messegelände zusätzlich die Jahrestagung der IT-Sicherheitsbeauftragten in Ländern und Kommunen und der IT-Grundschutz-Tag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik statt.

Bereits jetzt sind die Aussichten für die nächste it-sa 2019 sehr gut. Die diesjährigen Rekorde könnten mit der nächsten Messe in Nürnberg erneut geschlagen werden, denn das Interesse und die Notwendigkeit der Branche im Bereich der Sicherheitsthemen wird in nächster Zukunft voraussichtlich nicht einbrechen.

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