Creative Company – Innovation als Erfolgsfaktor für Medienunternehmen

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Foto: MEDIENTAGE MÜNCHEN

„Innovatoren sind eine Herausforderung für Führungskräfte“, sagte Jens Leyh (Leiter Competence Center Innovationsmanagement vom Fraunhofer IAO) bei seiner Keynote auf dem MEDIENTAGE Special. Die Devise von Innovationen sei „einfach machen“. Alle Expert-/innen betonten auf die Frage danach, wie Innovationsfähigkeit gesteigert werden kann, die Notwendigkeit, zunächst bestehende Denkmuster zu durchbrechen.

Dabei gab es durchaus unterschiedliche Auffassungen über die größten Herausforderungen für Medienunternehmen im Hinblick auf ihre Innovationsfähigkeit. Wolfram Winter (Sky Deutschland) sieht in Deutschland generell große Widerstände gegen Prinzipien von „Design Thinking“, wie Fehlerkultur oder flache Hierarchien. Und während Eun-Kyung Park, Geschäftsführerin von SevenOne AdFactory forderte, alle Mitarbeiter im Change-Prozess mitzunehmen, betonte Innolytics-Geschäftsführer Jens-Uwe Meyer, um Medien radikal neu zu denken, brauche es vor allem Menschen mit Spaß an Algorithmen. Nicht alle Mitarbeiter könnten und sollten zu Innovatoren mutieren.

Einstimmig wurde allerdings die Bedeutung von Convenience betont – „Customer First“ – und hier wurde mehrfach Amazon als Musterbeispiel erwähnt: Innovativ denken heiße, aus der Perspektive des Publikums bzw. des Kunden zu denken.

Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung) schloss den spannenden Tag mit der Anregung, den „Shruggie“ als Haltung zur digitalen Zukunft zu akzeptieren. Dabei seien „Verändern. Verstören. Vernetzen.“ die drei zentralen Handlungsebenen auf dem Weg zur Innovation. Er zitierte Karl Popper mit den Worten: „Alles Leben ist Problemlösen“.

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