Datenverlust lauert auch im IoT

bei

Internet der Dinge (IoT)
 / 7. March. 2018

Datenrettung ist nicht zwangsläufig das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an IoT denkt. Doch bei unserer mittlerweile mehrmaligen Teilnahme an Konferenzen und Events zu diesem Thema, konnten wir feststellen, dass es da doch ein paar Anknüpfungspunkte gibt. So stecken natürlich auch in den meisten IoT-Geräten Datenträger für den Betrieb. Das kennt man in großem Umfang auch aus Industriesteuerungen und -anlagen. Von herkömmlichen Speicherkarten bei Einplatinencomputern wie den Raspberry Pis über integrierte Flash-Zellen bis hin zu klassischen Festplatten – die Bandbreite der Speichermedien ist groß. Auch diese Datenträger werden irgendwann defekt, „die Frage ist immer nur wann!“. Dieses Zitat von unserem technischen Leiter Peter Franck hat sich stets bewahrheitet und wenn es soweit ist, werden oft im Affekt übereilte Handlungen getroffen, die fast immer zu noch größeren Schäden führen.

Zum Thema Konsequenzen nach einem Datenverlust im Bezug auf IoT fällt mir konkret ein Fallbeispiel ein: die Gebäudeautomatisierung in einem Bürokomplex stand still, da die Festplatte Lesefehler hat te . Dies bedeutet, dass mit einem Schlag das Licht nicht mehr auf- und abgedreht werden kann, die Klimaanlage kann nicht mehr bedient werden und die Jalousien nicht mehr rauf- und runtergefahren werden. Diese Liste kann natürlich noch sehr lange fortgeführt werden.

Oder aber ein Hotel dessen Gäste Ihre Zimmertüren mittels Key-Cards nicht mehr öffnen konnten, nachdem der Verwaltungs-PC von einem Ransomware-Trojaner befallen wurde.
Ein weiteres Beispiel wären SmartHomes, die wie manch andere IoT-Geräte nur dann funktionieren, wenn sie nach Hause in die Cloud telefonieren können, d a man sie nicht direkt bedienen kann, sondern alles über zentrale Server des Herstellers läuft. In diesen Fällen können die Geräte, Beleuchtung, etc. nur bei bestehender Internetverbindung bedient werden, selbst wenn dein internes ( WLAN ) Netzwerk ansich noch funktionieren würde.

Man sollte sich also auf jeden Fall immer Gedanken über mögliche auftretende Komplikationen machen, sodass man im Fall der Fälle gerüstet ist und richtig reagieren kann!

Der Autor: Nicolas Ehrschwendner ist Geschäftsführer von Attingo Datenrettung und seit über 25 Jahren in der IT-Branche. Sein Expertenwissen umfasst Datenrettung im Storage-Umfeld (RAID 5, RAID 6), Herstellung virtueller Maschinen in unterschiedlichsten Umgebungen sowie Programmierung hauseigener Datenrettungssoftware und individueller Tools.

Vorheriger ArtikelIndustrial Internet of Things Lösungen helfen uns allen – wenn die Anbieter ihre Hausaufgaben machen
Nächster ArtikelVernetzt denken und handeln