SAP: Auf Erfolgskurs in den Wolken

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Durch die Errungenschaften von SAP und anderen innovativen Unternehmen heute unvorstellbar: Vor 45 Jahren arbeitete man noch selbstverständlich mit Lochkarten. Foto: SAP AG, Stephan Daub

Die Cloud – eine Wolke aus Daten im riesigen Rechnernetz. Sie ist ein Ort zum Speichern von Daten, Entwickeln und Nutzen von Software. Und sie ist ein wichtiges Thema in fast allen Unternehmen. Im Interview mit SAP wird klar, warum das auch gut so ist.

Vor 45 Jahren machten sich fünf Programmierer auf, ein Unternehmen zu gründen. Sie hatten einen Kunden und eine Vision: Datenverarbeitung in Echtzeit. Ein Programm am Großrechner sollte die analogen Lochkarten ablösen. So beginnt die Start-Up-Geschichte von SAP. Seine erste Vision hat das Unternehmen längst zur Realität gemacht. Und es ist kräftig gewachsen: Heute hat SAP über 350.000 Kunden in 180 Ländern und über 85.000 Mitarbeiter weltweit. Ein zentrales Produkt ist die SAP Cloud Platform. Ein Gespräch mit Björn Goerke, President SAP Cloud Platform, und Gerold Hübner, Chief Security Officer SAP Cloud Platform.

SAP ist seit Jahren der größte europäische Softwarehersteller. Befindet sich SAP immer noch auf der Erfolgswelle?

Björn Goerke: Glücklicherweise ja. Das honoriert uns auch die Börse. Wir haben im letzten Jahr 22 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Ein Großteil daraus stammt aus vorhersehbaren Umsätzen, wir haben darauf aber auch noch eine gute Schippe an neuen Umsätzen gelegt. Wir sind beispielsweise mit unseren Lizenzumsätzen um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen und im Bereich Cloud um 31 Prozent.  Wir haben über die letzten zehn Jahre hinweg unseren Umsatz verdoppelt. Das heißt, wir befinden uns weiterhin auf Wachstumskurs und das sehr erfolgreich.

Was ist das Erfolgsrezept von SAP?

Björn Goerke: SAP zeichnet sich durch Kundenorientierung und Innovationsgeist aus. Wir erneuern und erweitern permanent unser Produktportfolio. Dazu kommt die globale Präsenz. Das Unternehmen, das 1972 in Deutschland gegründet wurde, hat sich zu einem globalen Unternehmen gemausert. Wir haben relativ früh, schon 1984, die erste Auslandsgesellschaft in der Schweiz gegründet (https://www.computerwoche.de/a/die-sap-gmbh-aus-walldorf-hat-ihre-erste-auslandstochter-die-sap-ag-mit-sitz-in-biel-schweiz-gegruendet-die-neue-gesellschaft-uebernimmt-nicht-nur-aufgaben-in-der-akquisition-und-installation-sondern-soll-auch-mit-eigenem-know-how-bestehende-sap-syst,1176869). Schon wenige Jahre danach waren wir in Europa in elf Ländern unterwegs und haben in die USA exportiert. Inzwischen sind wir in über 190 Ländern präsent, 150 Nationalitäten werden durch unsere Mitarbeiter repräsentiert. So bieten wir Software-Lösungen an, die weltweit vernetzt eingesetzt werden können.

Welche Rolle spielt dabei das Cloud Computing?

Björn Goerke: Das Thema Cloud ist in aller Munde, natürlich auch bei SAP. Es wird jedoch ganz unterschiedlich verstanden. Die einfachste Sichtweise auf das Thema Cloud: Es ist lediglich ein Ort, an dem man IT-Lösungen betreibt. Cloud ist aber wesentlich interessanter als Herangehensweise, als eine Denkweise, bei der es eigentlich darum geht, wie man heutzutage Lösungen wesentlich agiler und schneller einsetzen kann. Und da bietet die Cloud wesentliche Vorteile. Deshalb hat SAP schon vor Jahren begonnen, das klassische On-Premise-Geschäft auch in die Cloud zu bringen und den Kunden ein relativ breites Spektrum anzubieten: von reiner Infrastruktur, vom Betrieb unserer Lösungen auf dieser Infrastruktur bis hin zu sogenannten Software as a Service-Lösungen, bei denen komplette betriebswirtschaftliche Software-Lösungen von SAP betrieben und den Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Ein umwölktes Phänomen: Warum Cloud-Computing nach einer Wolke benannt ist, dafür findet man verschiedene Erklärungen.

Sie sprechen damit gerade die drei Bereiche Infrastructure as a Service, Platform as a Service und Software as a Service an. Was versteht man unter den Begriffen?

Björn Goerke: Infrastructure as a Service, IaaS, ist die Bereitstellung von Infrastruktur-Komponenten in der Cloud, also typischerweise Server, Rechner, Netzwerke oder Speicherkapazität. Software as a Service, SaaS, ist das Bereitstellen von betriebswirtschaftlichen Lösungen. Oft sind das Best-Practice-Lösungen, die sich am Markt durchgesetzt haben, die ganz schnell implementiert und umgesetzt werden können. SAP liefert das aus unseren eigenen Rechenzentren. Wir haben über 45 davon in elf Ländern weltweit verteilt. Auch nutzen wir Infrastrukturen von großen Hypercloud-Betreibern wie Amazon, Microsoft und Google. Der letzte Bereich ist Platform as a Service, PaaS. Er erlaubt es, individuelle Lösungen sehr einfach zusammenzustecken, ähnlich wie in einem Baukastensystem. Diese Lösungen können die Kunden dann wieder in ihre Kerngeschäftsprozesse zurück integrieren. Das ist genau das, was die SAP Cloud Platform erlaubt.

Vereinigt die SAP Cloud Platform alle drei Bereiche?

Björn Goerke: Ja.

Was sind die Vorteile konkret von SAP?

Björn Goerke: Wir liefern in der Cloud ein komplettes Portfolio über alle Geschäftsbereiche hinweg, wie Finanzen, Personalmanagement oder Procurement-Netzwerke. Die angebotenen Lösungen reichen von Security, Entwicklung und Betrieb über Mobile- und Datenmanagement bis hin zu B2B-Integration, Applikation-zu-Applikation-Integration und Internet der Dinge.

Und das ist einzigartig?

Björn Goerke: Die Breite des Portfolios ist in der Tat einzigartig.

Wenn ein mittelständischer Unternehmer zu Ihnen sagt, er kann sich nicht vorstellen, warum ihm die Cloud Platform nutzen würde: Was antworten Sie ihm?

Björn Goerke: Das Argument für die Cloud ist auf alle Fälle Wettbewerbsfähigkeit. Auch und gerade mittelständische Unternehmen müssen sich überlegen, wie sie in Sachen Digitalisierung und Veränderung von Geschäftsprozessen agil und kosteneffizient teilnehmen können. Derartige Agilität und Kosteneffizienz lässt sich auf Dauer nur über das Thema Cloud realisieren.

Ein weiteres Argument ist das Thema Sicherheit, auch wenn das in der Argumentation oft andersherum dargestellt wird. Aber es ist für einen Mittelständler mitunter sehr schwierig und auch teurer, seine lokalen Lösungen sicher zu betreiben. Das kann ein Software- oder Cloud-Provider wie SAP wesentlich besser und kostengünstiger.

Damit haben Sie den Unternehmer überzeugt. Jetzt ist es aber so, dass er schon andere Services nutzt. Gibt es da Probleme, wenn er in die Cloud einsteigen will?

Björn Goerke: Da gibt es keine grundsätzlichen Probleme. Wir unterstützen mit der SAP Cloud Platform natürlich die Integration auch in On-Premise-betriebene Software-Lösungen. Das nennt sich dann Hybrid-Cloud, also eine Lösung, in der Teile in der Cloud und Teile klassisch On-Premise betrieben werden. Diese Integration bieten wir an, weil wir auch sicherstellen müssen, dass wir Bestandskunden mit ihren Lösungen schrittweise in die Cloud führen können.

Die Cloud Platform basiert auf Open Source. Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Björn Goerke: Offene Standards sind wichtig für unsere Kunden. Darüber vermeiden sie einen so genannten Vendor Lock-in, also eine Beschränkung auf einen bestimmten Anbieter. Außerdem erlaubt ein offenes Ökosystem, breite Lösungen für unterschiedliche Software- und Cloud-Anbieter zur Verfügung zu stellen. Das sorgt wiederum dafür, dass das Ökosystem wesentlich stärker wächst. Es hat sich in den letzten Jahren auch gezeigt, dass durch die Transparenz und Offenheit mehr Sicherheit in der Cloud möglich ist als beispielsweise in Closed Source-Software-Lösungen.

Wir sehen in Open Source die Möglichkeit, an weltweiten Innovationen teilzuhaben. SAP ist auch selber sehr aktiv, was Open Source angeht. Wir beteiligen uns stark in der Open Source Community. Unter anderem basiert die SAP Cloud Platform auf der offenen PaaS-Plattform Cloud Foundry.

Kaum haben sich Smartphones etabliert, bieten Unternehmen schon Virtual Reality und das Internet of Things an – und das alles in der Cloud. Die IT-Welt hat sich geändert und ändert sich immer noch rasend schnell. Foto: SAP AG, Stephan Daub

Was sind die Größenordnungen an Datenvolumen, die die Kunden bei Ihnen buchen?

Björn Goerke: Das ist sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Lösungen unsere Kunden betreiben. Das reicht von kleinen Datenvolumen im Gigabyte-Bereich bis zum Terabyte-Bereich. Darunter sind zum Beispiel Sensordaten im Internet der Dinge oder Industrie 4.0. In dem Zusammenhang geht es um das Sammeln und Auswerten von Sensordaten von Maschinen oder es sind betriebswirtschaftliche Daten aus entsprechenden Systemen. Da reden wir über mehrstellige Terabyte-Daten.

Welche Analytics-Dienste bieten Sie in der Cloud Platform an?

Björn Goerke: Wenn man anfängt, Daten zu sammeln beziehungsweise Daten auswerten zu wollen, muss man natürlich analytische Lösungen bieten. Unsere Lösung dafür heißt SAP Analytics Cloud, die komplett Cloud-basiert ist.

Unterstützen Sie in der Cloud auch Business Intelligence?

Björn Goerke: Ja. SAP Analytics Cloud gehört zu unserem Business Intelligence Portfolio. Wir haben auch Lösungen für Enterprise Information Management, Produkte zum Thema Qualitätsmanagement, Datenextraktion und Datenreplikation und ein komplettes Portfolio zu Datenmanagement und Datenanalyse.

Zum Cloud-Beginn vor fünf Jahren hatten Sie noch nicht so viele Dienste. Damals hieß die Cloud noch SAP NetWeaver Cloud. Was ist heute außer dem Namen noch anders?

Björn Goerke: Zunächst ist es so, dass die SAP Cloud Platform ein wachsendes Produkt ist. Dadurch dass sie eine Cloud-Lösung ist, erlaubt sie uns, permanent neue Lösungen einzubringen. Wir liefern alle zwei Wochen eine neue Funktionalität in der SAP Cloud Platform aus, stellen sie also unseren Kunden weltweit zur Verfügung. Das sind natürlich Innovationszyklen, die man nur in der SAP Cloud Platform erreichen kann.  Dementsprechend viel hat sich verändert.

Zur Veranschaulichung: Wie viel mehr Anwendungen hat die Cloud heute als früher?

Björn Goerke: Das ist schwierig zu sagen. Aber zum Beispiel haben wir einen Marktplatz, einen Partnerstore, in dem wir inzwischen über 1.000 Partneranwendungen anbieten, die auf der Platform laufen. Die Kunden können diese Anwendungen komplett digital testen und kaufen, ohne dass der Vertrieb involviert ist. Das sind Entwicklungen, die sich über die letzten Jahre ergeben haben und die uns weit nach vorne gebracht haben, was komplette digitale Geschäftsmodelle in der Cloud angeht.

Von Deutschland in die Welt: SAP ist mittlerweile in 190 Ländern präsent. Hier ein Foto aus Bangalore in Indien. Foto: SAP AG, Stephan Daub

Nutzt SAP die Anwendungen auch selbst?

Björn Goerke: Selbstverständlich. Wir haben inzwischen über 120 interne Anwendungen, die über die SAP Cloud Platform realisiert werden. Unser Vorstand nutzt die SAP Cloud Platform beispielsweise für eine Lösung, die sie bei ihren Sitzungen einsetzen: das Digital Boardroom. Mit dieser Lösung gehören PowerPoint-Folien der Vergangenheit an, um Geschäftszahlen anzuschauen. Mit Hilfe des Digital Boardroom sind wir in der Lage, in Echtzeit einen Über- und Einblick in unser Geschäft zu bekommen. Wir können sogar auf Basis aktueller Zahlen die weitere Geschäftsentwicklung unter gewissen Bedingungen simulieren.

Testen Sie die Anwendungen dann auch selbst?

Björn Goerke: Wir nutzen die Platform selbst mit über 1.000 Entwicklern, die dadurch in gewisser Weise auch Tester unserer Plattform sind. Das heißt, wenn die Plattform nicht laufen sollte, merken sie das relativ schnell. Zudem nutzen wir moderne Cloud-Entwicklungs-Methoden, wir haben Continuous Integration und Continuous Delivery Prozesse. Dazu gehört natürlich auch eine Qualitätssicherung, die wir ebenso anwenden.

Kommen wir zum Thema Sicherheit. Herr Hübner, welche Risiken birgt es, alle Anwendungen auf einer Cloud basieren zu lassen?

Gerold Hübner: Grundsätzlich sehe ich da keine spezifischen Risiken. Es kommt darauf an, dass eine Cloud ein vernünftiges Sicherheitsmanagement hat. Und wir können die Cloud auch selber für Security nutzen. Wir sagen immer „Big Data in der Security“ dazu. Wir haben eine Technologie namens Enterprise Thread Detection, mit der wir in der Lage sind, in Echtzeit für Sicherheit zu sorgen. Dazu haben wir noch ein Security Research Team.

Heute: Riesige Rechenzentren sind nötig, um die Datenflut zu bewältigen. Das Foto zeigt das Daten-Center in St. Leon-Rot. Foto: SAP AG, Stephan Daub

Aber ganz sicher ist die SAP Cloud Platform doch auch nicht, oder? Wenn man bedenkt, dass schon Regierungen, die Telekom und die Deutsche Bahn Opfer von Hackerangriffen geworden sind.

Gerold Hübner: Es wäre nicht seriös, wenn ein Hersteller behauptet, es wäre hundertprozentig ausgeschlossen, seine Lösung zu hacken. Man kann aber einiges dafür tun, um die Wahrscheinlichkeit auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Ich kann zum Beispiel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass uns so ein Vorfall wie WannaCry passiert, weil wir ein vernünftiges Patch-Management einsetzen und auch permanent unsere Mitarbeiter einem Online-Sicherheitstraining unterziehen. Sie bilden dann unsere „Human Firewall“. Viele Angriffe, wie eben auch WannaCry, sind sogenannte Social-Engineering-Angriffe. Sie erhalten beispielsweise eine Mail von Ihrer „IT-Abteilung“ mit der Bitte, auf „diesen Link“ zu klicken, um die Wartung Ihres Notebooks zu gewähren. Und schon nimmt das Unheil seinen Lauf …

Björn Goerke: Von dem Angriff waren vor allem diejenigen Unternehmen betroffen, die nicht in der Lage waren, ihre interne IT-Infrastruktur auf einem aktuellen Stand zu halten. Das machen wir in der Cloud zentral und permanent. Das heißt, wir können in großer Anzahl Server patchen. Außerdem sind wir in der Lage, wesentlich schneller zu reagieren, wenn entsprechende Bedrohungen aus dem Sicherheitsumfeld auftreten.

Kann es aus einem anderen Grund passieren, dass die Cloud Platform auf einmal nicht mehr funktioniert?

Gerold Hübner: Möglich ist alles. Aber natürlich haben wir Prozesse etabliert, die wir Business Continuity nennen. Das heißt, selbst wenn etwas passiert, sind wir in der Lage, die Arbeitsfähigkeit bei uns sofort wiederherzustellen. Wir haben zum Beispiel auch einen Authentifizierungsservice, der Bestandteil der SAP Cloud Platform ist. Damit schaffen wir eine hohe Verfügbarkeit von über 99,99 Prozent. Das heißt, wir haben praktisch kaum noch spürbare Ausfallzeiten. Gleichzeitig haben wir auch noch eine Recovery-Funktion eingebaut, weil die Datenbestände in zwei Rechenzentren in Deutschland und in einem in Amsterdam liegen. Das heißt wiederum, es müssten gleichzeitig zwei Rechenzentren ausfallen, bevor die Datenbestände nicht mehr zur Verfügung stehen.

Damals, in den 80ern: Cloud-Computing gab es noch nicht und auch keine Smartphones. Aber SAP und Rechnerarbeitsplätze. Foto: SAP AG, Stephan Daub

Dann blicken wir zum Schluss noch in die Zukunft. Herr Goerke, Sie haben bereits über Cloud Computing und Open Source gesprochen. Was ist denn das nächste Feld, das in den kommenden Jahren wichtig wird?

Björn Goerke: Cloud Computing und Open Source bleiben auf alle Fälle weiterhin wichtig. Services und Software werden in der Zukunft mehr und mehr in der Cloud zur Verfügung gestellt. Schauen Sie sich an, wo im Silicon Valley Venture Capital hinfließt: fast ausnahmsweise in Cloud-Unternehmen und Start-Ups, die an Cloud-Lösungen arbeiten –nicht an Firmen, die an On-Premise-Lösungen arbeiten. Das heißt, die Tendenz in der Industrie, mehr und mehr Lösungen aus der Cloud zu konsumieren, ist ein unübersehbar klarer Trend. Und dem wird die SAP natürlich auch weiter folgen.

Das Thema Open Source wird uns auch weiterhin beschäftigen. Wir werden sehr genau beobachten, was sich dort in nächster Zeit tut. Wir sehen ganz klar, dass die Innovationsgeschwindigkeit, an der wir da teilhaben können, uns und unseren Kunden zugutekommt.

Was wir momentan inhaltlich sehen, ist, dass vermehrt, gerade auch mit großen Datenmengen, die Frage entsteht: Wie geht man mit diesen großen Datenmengen um? Kann der Mensch sie mit den klassischen analytischen Methoden noch auswerten? Das andere Thema ist, wie die junge Generation mit digitalen Geräten aufgewachsen ist. Sie erwartet jetzt, dass sich die Software in Geschäftsprozessen genauso verhält wie die Apps, die sie auf dem iPhone haben und mit denen sie in sozialen Netzwerken unterwegs sind. Geschäftssoftware muss sich also intelligent verhalten und Standardprozesse automatisch abwickeln können.

Werden wir an CDs bald genauso nostalgisch zurückdenken wie an Schallplatten und Kassetten? Cloud-Computing macht zumindest Software-CDs überflüssig.Foto: SAP AG, Stephan Daub

Machen Ihnen Technologien wie künstliche Intelligenz Angst?

Björn Goerke: Nein. Wir müssen uns aber als Unternehmen damit auseinandersetzen, wo wir solche Lösungen einbringen und wie wir sie einbringen. Das tun wir auch. Ich glaube, die Aufgabe ist, herauszufinden und zu definieren, wo wir Machine Learning und Artificial Intelligence in Zukunft einsetzen wollen und wo wir Grenzen ziehen. Das ist mit Sicherheit eine Aufgabe für die Politik, Gesellschaft und auch Unternehmen. Und genau da engagieren wir uns auch als SAP, wie beim Partnership on AI, kurz PAI: https://www.partnershiponai.org/

 

 

Foto: SAP AG, Stephan Daub

Björn Goerke ist seit Herbst 2016 der President SAP Cloud Platform und seit ein paar Monaten zusätzlich Chief Technology Officer bei SAP. Er ist schon seit 1995 bei dem Unternehmen und hatte seitdem verschiedene Managementpositionen inne. Davor Studierte er allgemeine Informatik in Karlsruhe.

 

Foto: SAP AG, Stephan Daub

Gerold Hübner ist seit Herbst 2016 Chief Security Officer bei der SAP Cloud Platform. Davor war er mehr als fünf Jahre Chief Product Security Officer ebenfalls bei SAP. Er studierte Rechtswissenschaften in Freiburg und hatte danach berufliche Stationen im Innenministerium Baden-Württemberg und bei Microsoft.

 

 

Sandra Schaftner

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