Facebooks F8 Konferenz setzt auf Augmented Reality

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Besonders die Handykamera steht bei Facebooks F8 Konferenz im Fokus.
Besonders die Handykamera steht bei der Facebook Entwicklerkonferenz F8 im Fokus.

Bei der Facebook Entwicklerkonferenz F8 am 18. und 19. April 2017 in San José, Kalifornien ging es am ersten Tag inbesondere um Augmented Reality. Eine Brille anzuziehen und Informationen direkt auf der realen Umgebung abgebildet zu sehen, war bereits die Vision von Google Glass. Pokémon Go hat die Idee aufs Handy übertragen und unzählige Spieler virtuelle Pokémon in der echten Welt suchen lassen. Facebook hat es sich nun als Ziel gesetzt, eine eigene Augmented Reality Plattform fürs Handy zu schaffen. Im Fokus steht dabei die Kamera.

Facebook könnte Snapchat endgültig den Rang ablaufen

Das kürzlich eingeführte Facebook Stories erinnert bereits, wie auch die neuen Statusmeldungen beim Facebook-Unternehmen WhatsApp, stark an den Konkurrenten Snapchat. Eingestellte Fotos und Videos können direkt mit allen Freunden geteilt werden und verschwinden nach 24 Std. von allein wieder. Das Konzept wird nun durch Facebook erweitert und erlaubt die Verbindung von Selfies und Kameraeffekten, auch mit 3D Objekten.

Diese können so in Fotos integriert werden, als würden sie in der Realität existieren. Eine Interaktion mit diesen Objekten soll ebenfalls möglich sein. Die Kamera ist in der Lage beispielsweise eine Tasse zu erkennen und ihr virtuellen Dampf hinzuzufügen. Von Kunst an den Wänden des eigenen Wohnzimmers, die sich nur über das Handy sehen lässt, bis hin zu Notizen am Kühlschrank, die das Handy sichtbar macht, sind der Augmented Reality keine Grenzen gesetzt. Entwickler sind fortan in der Lage, eigene Effekte für Facebook zu erstellen, so etwa Masken. Mit dem Tool AR Studio können diese durch Echtzeit-Gesichtserkennung an den jeweiligen Nutzer angeglichen werden..

Social VR und Facebook Messenger

Facebook Spaces widmet sich Virtual Reality und wurde für die Oculus Rift entwickelt. Die Avatare werden durch künstliche Intelligenz aus dem Profilbild erstellt, können aber auch abgeändert werden. Wer Freunde einlädt, kann mit ihnen gemeinsam in der Virtual Reality malen oder in einem 360 Grad Video durch den Raum fliegen. Selfies und Videotelefonie im Messenger sind in der virtuellen Realität ebenfalls möglich.

Der Facebook Messenger wird besonders für Unternehmen interessanter. 1,2 Milliarden Menschen benutzen den Messenger nach Facebook-Angaben monatlich. Den Kundenservice oder auch Neukundengewinnung über den Messenger abzuwickeln kann deshalb lohnenswert sein. Chatbots von Unternehmen interagieren live mit Kunden und beraten sie etwa beim Kauf eines Produkts. Die Erfahrung für den Kunden wird damit personalisierter, als es etwa traditionelle Onlineshops zulassen.

Alle Angebote von Chat Extensions ermöglichen eine direkte und interaktive Nutzung in Chats, ohne die Plattform verlassen zu müssen. Dies gilt etwa für Essensbestellungen, auch gemeinsam als Gruppe, die Bezahlung findet ebenso direkt im Messenger statt. Anwendungen wie Musik von Spotify lassen sich in Gespräche mit Freunden einbinden und gemeinsame Playlists erstellen.

Die Themen an Tag 2 von Facebooks F8 Konferenz finden Sie hier.

LR

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