Auf der Bühne: ein digitaler Avatar

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Neuauflage von Shakespeares „The Tempest“ – mit Intel-Technologie
Neuauflage von Shakespeares „The Tempest“ – mit Intel-Technologie. Foto: Intel

Während einer Aufführung von Shakespeares „The Tempest“ (Der Sturm) stand am 17. November 2016 zum ersten Mal ein computersimulierter Avatar auf der Bühne und interagierte live mit anderen Charakteren sowie dem Publikum. Der digitale Luftgeist wurde gemeinsam von der Royal Shakespeare Company, den Imaginarium Studios und Intel ins Theater gebracht – anlässlich des 400. Todestages Shakespeares in diesem Jahr.

„The Tempest“ ist ein spätes Theaterstück von William Shakespeare. Es wurde vermutlich im Jahr 1611 fertig gestellt und gehört zu den wenigen Dramen Shakespeares, für deren Handlung es keine spezifische Quelle gibt. Shakespeare hat Figuren und Story selbst erfunden, Motive aus Abenteuererzählungen und Romanzen benutzt, Reiseberichte und aktuelle Nachrichten verwertet, sowie antike und zeitgenössische Literatur verwendet. Mit dem Luftgeist Ariel – der übrigens auch in Goethes Faust II einen Auftritt hat –, stellt er Regisseure und Kostümbildner seit Jahrhunderten vor eine künstlerische Herausforderung. Nun kann man sie auch mithilfe von Bits und Bytes lösen.

Neuartige Theatererlebnisse kündigen sich an

Die digitalisierte Echtzeitdarstellung der Bewegungen und der Mimik eines Schauspielers auf der Bühne ist keine einfache Aufgabe. Um diese innovativ zu anzugehen, haben Intel, die Royal Shakespeare Company und die Imaginarium Studios sich zusammengeschlossen und über ein Jahr lang intensiv geforscht. Gemeinsam wollte man Simon Russel Beale, den Akteur der Royal Shakespeare Company, als Ariel, den Luftgeist, digital und live auf die Bühne bringen. Und das gelangt: Zum ersten Mal wurden seine Bewegungen und Gesichtsausdrücke mittels neuester Intel-Technologien aufgezeichnet und in Echtzeit auf die Bühne projiziert.
Den Erwartungen zufolge wird diese Kombination aus einzigartiger Schauspielkunst und wegbereitender Technologie nicht nur ein neuartiges Theatererlebnis schaffen, sondern auch langfristige Auswirkungen auf das moderne Theater haben.

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